Onkologie und Tumorchirurgie

 

In der Onkologie, der Lehre der Tumore, wurden große Fortschritte hinsichtlich der Ursachen, der Diagnose und der Therapie von Tumoren gemacht. Viele Tumoren, die früher als unheilbar galten, können heute therapiert werden.

Die Diagnose „Krebs" nach Auffinden eines Tumors wird auch aufgrund der sich rasant entwickelnden diagnostischen Möglichkeiten immer häufiger gestellt. Selbstverständlich löst diese Diagnosestellung bei dem Tierhalter zunächst die Angst vor dem Verlust des Tieres aus.

Das lateinische Wort „Tumor" bedeutet wörtlich übersetzt „Geschwulst" und ist eine örtlich umschriebene Zunahme des Gewebevolumens, die auch durch eine Entzündung bedingt sein kann. Im engeren Sinne ist ein Tumor ein enthemmtes autonomes und irreversibles Überschusswachstum von körpereigenem Gewebe, das häufig mit Verlust von spezifischen Zell- und Gewebefunktionen verbunden ist (Neoplasie).

Man unterscheidet gutartige und bösartige Tumoren. Bösartig bedeutet, dass der Tumor in das umliegende Gewebe eindringt und/oder Metastasen bildet (d. h. Verschleppung und Siedlung von Tumorzellen an anderer Stelle im Organismus).

Im Grundsatz stehen zwei verschiedene Überlegungen im Vordergrund: zum einen die Frage nach der zu ermöglichenden Heilung und zum anderen die nach einer Aufrechterhaltung bzw. Wiedererlangung einer akzeptablen bzw. guten Lebensqualität bei lebenserhaltenden Maßnahmen.

 

Zur  Diagnostik von Krebserkrankungen werden bei uns  folgende Unterschungen durchgeführt:

  • Ultraschall, Röntgen, Computertomographie (CT), um die Lage, die Ausdehnung sowie ggf. die Metastasierung zu erkennen
  • Labordiagnostik
  • Schmerzlose Probeentnahmen (Aspirationszytologie oder Biopsie) zur zytologischen bzw. histologischen Diagnose

Je nach Tumorart gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten:

  1.  Die moderne Tumorchirurgie ist das am meisten gewählte Mittel der Wahl, denn mit ihr lassen sich viele Tumoren operieren und auch therapieren
  2. Die Chemotherapie (teils auch als Ergänzung einer weiteren Methode wie die OP oder die Bestrahlung) ist besser als ihr Ruf in der Humanmedizin. Die Chemotherapie läuft beim Tier häufig ohne starke  Nebenwirkungen ab. Angewandt wird sie bei bestimmten Tumoren nach einer Operation. um die Metastasierung zu verhindern bzw. zu verzögern oder bei anderen Tumoren z.B. Lymphomen gleich als Therapie
  3. Die Bestrahlung mittels eines Linearbeschleunigers (oft in Kombination mit der Chirurgie und/oder der Chemotherapie
  4. Die Kryotherapie (gezielte und exakt lokalisierte Anwendung von Hochgefrierkälte zur Tumorentfernung

Im Falle einer Krebserkrankung liegt es uns sehr am Herzen  im ausführlichen Dialog mit ihnen zu klären  welche Therapie in Frage kommt um ihrem vierbeinigen Liebling ein hohes Mass an Lebensqualität zu ermöglichen.